Alpacem Compass to zero CO2
Zement ist einer der wichtigsten Baustoffe weltweit. Auf seiner Basis entstehen Straßen, Brücken oder Gebäude. Gleichzeitig verursacht die Herstellung von Zement CO2-Emissionen, genau hier setzen wir an. Wir von Alpacem verfolgen mit unserem Compass to zero CO2 das Ziel, unsere Zementproduktion zu dekarbonisieren, das heißt CO2 Neutralität zu erreichen.
Zement und daraus hergestellte Baumaterialen werden dazu genützt, um unsere Umgebung zu gestalten – vom Wohnbau, den Verkehrsverbindungen, der Energieinfrastruktur bis zu unseren Arbeits- und Freizeitstätten: An Zement führt kein Weg vorbei. Neben seiner bedeutenden Funktion als Baumaterial erfüllt der Zement eine wichtige kreislaufwirtschaftliche Rolle: Im Herstellprozeß werden Reststoffe als Rohstoffe eigensetzt, die früher einer Deponierung zugeführt werden mußten. Darüber hinaus erfolgt die Gewinnung der thermischen Energie überwiegend durch die Verbrennung von Kunststoffen, die im Zementprozeß zur Gänze (das heißt ohne übriggebliebende Asche) verarbeitet werden. Infolge des Herstellprozesses von Zementklinker wird während des Herstellprozesses CO2 aus dem Rohmaterial sowie aus dem Verbrennungsprozeß freigesetzt.
Zement & CO2
Die Hauptquelle der CO2 Emission bei der Zementklinkerherstellung ist das sogenannte Prozeß-CO2, das durch prozeßbedingte Zersetzung des im Rohmaterial enthaltenen Kalksteines (CaCO3) im Rohmaterial in Kalziumoxid (CaO) und Kohlenstoffdioxid (CO2) entsteht. Ohne diesen Schritt ist die Herstellung von Portlandzementklinker nicht möglich. Das Prozeß-CO2 macht ca. 2/3 der gesamten CO2 Emission der Zementklinkerherstellung aus.
Die weitere große Quelle ist der Verbrennungsvorgang, der die notwendige thermische Energie bereitstellt (Verbrennungs-CO2). Das Verbrennungs-CO2 macht ca. 1/3 der gesamten CO2 Emission der Zementklinkerherstellung aus.
Fokus unseres Alpacem Compass to zero CO2
Unser Compass to zero CO2 fokussiert auf die direkt beeinflussbaren CO2-Emissionen in unserer Zementproduktion. Dabei verfolgen wir eine Vermeidungsstrategie und bereiten uns auf die spätere Abscheidung vor.
Der Fahrplan zur CO₂-Neutralität basiert auf zwei zentralen Säulen:
- Vermeidung (Avoidance): Wir setzen bekannte Technologien ein, um Emissionen gar nicht erst entstehen zu lassen. Dazu gehören die Optimierung von Brennstoffen, Prozessen und Produkten.
- Abscheidung (Capturing): Für Emissionen, die sich nicht vermeiden lassen, entwickeln wir Lösungen zur CO₂-Abscheidung inkl. Einlagerung oder Verwendung (CCS/CCU). Hier investieren wir in Forschung und Pilotprojekte, um die Zukunft aktiv mitzugestalten.